Dieses Lexikon erklärt Begriffe und Namen aus den Gebieten Esoterik, Spiritualität und Parapsychologie.
Mit den Erklärungen wird nicht unterstellt, dass die beschriebenen Phänomene existieren. Und schon gar nicht wird unterstellt, dass sich die vorgestellten Thesen mit dem aktuellen schulwissenschaftlichen Weltbild decken.
Daher unser Disclaimer: Lass dich im Zweifel immer von qualifizierten Experten beraten. Insbesondere in Gesundheitsfragen ersetzen esoterische, spirituelle und alternative Heilmethoden keine schulmedizinische Beratung und Behandlung.
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Erklärung der Symbole
→ Verweis auf einen anderen Eintrag des Lexikons
A
Absolute, das: der Ursprung und der Zielpunkt alles Seins. Synonyme: Gott, das Unveränderliche, der Kosmos, das Allganze, das Weltganze, das Universum, Alles-was-ist. Im Taoismus: → Tao.
aktive Imagination, die: von Carl Gustav Jung entwickelte diagnostisch-therapeutische Methode (als Teil seiner → analytischen Psychologie, um Inhalte aus dem Unbewussten bewusst zu machen. Dafür werden diese Inhalte zum Beispiel in Form von Menschen oder Tieren visualisiert. Der Imaginierende kann auch mit den Figuren interagieren, etwa sprechen (Wehr 1989, 8 f.). Kritiker → außersinnlicher Wahrnehmungen verweisen gern darauf, dass es sich lediglich um a. I. handelt.
altered state of consciousness, englisch für → ‚veränderter Bewusstseinszustand‘.
Altern, das: Nach Einsicht einiger Esoteriker altern und sterben Menschen nur, weil dies ein gesellschaftlich anerkannter Glaubenssatz sei. Bei richtigem Verhalten und der richtigen Einstellung könnten wir nach Leonard Orr etwa ewig und nach Sergey Konovalov anderthalbtausend Jahre lang im physischen Körper überleben.
Affirmation, die: positiv (affirmativ) formulierte Sätze, mit denen das Gewünschte als bereits erlangt beschrieben wird. Die Sätze dienen zur →Manifestation des Gewünschten und sollen öfter autosuggestiv wiederholt werden. Oft wird empfohlen, die Sätze laut zu sprechen und/oder an die Wand zu schreiben. Beispiele für Affirmationen:
- „Ich bin gesund.“
- „Ich bin reich.“
- „Ich habe den Job bekommen.“
Sehr viele weitere Affirmationsbeispiele bietet Louise Hay in ihren Büchern. Siehe auch: → positives Denken.
Amulett, das: ein am Körper getragener Gegenstand (etwa ein Schmuckstück), das Glück bringen (→ Talisman) oder vor negativen Einflüssen schützen soll. Nicht nur Esoteriker, sondern auch die etablierten Religionen wie der Katholizismus, das orthodoxe Christentum und auch der Buddhismus kennen den Glauben an einen Schutzzauber (Schneider 2008, 11): → Reliquie
analytische Psychologie, die: die von Carl Gustav Jung weiterentwickelte Form der Psychoanalyse. Gerade für die Esoterik ist Jungs Erkenntnis fruchtbar, dass neben dem individuellen Unbewussten das kollektive Unbewusste existiert. Dieses beinhalte die → Archetypen und offenbare sich in kulturellen und spirituellen Traditionen der Menschheit (Religion, Mythos, Märchen etc.). Über das kollektive Unbewusste hat der Mensch Zugang zu den spirituellen Dimensionen seines Seins und der Welt. (Wehr 1989, 12 f.)
Anhaftung, die. Verb: anhaften. An etwas festhalten, kleben, etwas zu wichtig nehmen. Der Begriff ist in der Regel negativ besetzt und impliziert das Ziel, ganz ohne Wunsch und somit auch ohne Anhaftung zu sein (etwa nach häufigem Verständnis des Buddhismus).
anomal, anormal: nicht normal, abnorm; oft synonym zu → paranormal gebraucht.
Anomalie, die. Eine Abweichung vom Normalen, Erwartbaren. Oft synonym zur → außersinnlichen Wahrnehmung gebraucht.
Animismus, der: der Glaube an das Weiterleben der Seele nach dem physischen Tod und an die Beseeltheit alles Seins.
apokryphe Schriften: die nicht kanonisierten Bücher des Alten oder Neuen Testaments. Bücher, die von den offiziellen christlichen Kirchen nicht als Teil der Heiligen Schrift angesehen werden. In übertragener Bedeutung: alle Texte, deren Echtheit oder Gültigkeit angezweifelt wird. → Bibel
Apparition, die, engl. apparition für ‚Erscheinung‘. Eine visuelle übersinnliche Wahrnehmung. → Spuk
Arcanum, das; Arcana, Plural: lat. ‚Geheimnis‘. Das, was vor Uneingeweihten geschützt werden muss. → Geheimnis
Astralleib, auch Astralkörper, der: der nicht-materelle Körper des Menschen oder eines anderen Lebewesens in der → Astralwelt. Die meisten esoterischen Lehren gehen davon aus, dass der Astralkörper jede beliebige Form annehmen kann, besonders bei lebenden Menschen aber oft seinem physischen Körper ähnelt.
Astralreise, die: ein meist (bewusster und erinnerter) seelischer Aufenthalt in der → Astralwelt zu Lebzeiten eines Menschen. Synonyme: Astralprojektion, astrale Projektion. → außerkörperliche Erfahrung
Astralwelt, auch astrale Welt oder astrale Ebene, die: die nicht-physische Realitätsebene, die noch relativ nah mit der uns bekannten physischen Welt verbunden ist. Auf dieser Ebene halten sich nach gängigen esoterischen Vorstellungen etwa Verstorbene auf. Laut Sri Yogananda befinden sich auch Menschen im Schlaf während der Traumphasen auf dieser Ebene.
Astralwesen, das: ein Wesen, das sich in der → Astralwelt aufhält, etwa Verstorbene oder schlafende Menschen. „Astralwesen können an ihrem unverwechselbaren Charakter erkannt werden. Sie sind verstorbene Personen und haben daher eine Persönlichkeit. Unter ihnen gibt es seelisch weniger entwickelte und solche, die seelisch reifer sind.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 28) Und: „Verstorben sein ist nicht gleichbedeutend mit weit entwickelt sein.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 28)
Aufstellung, die: ein aus der systemischen Theorie bekanntes, von Bernd Hellinger entwickeltes Verfahren, mit dem Beziehungen zwischen Personen und sogar unbelebten Objekten mit Personen oder ihren Stellvertreter-Objekten nachgestellt werden. Das Verfahren hilft, Zusammenhänge besser zu erkennen und Probleme im betroffenen Beziehungsgeflecht (dem System) zu lösen. Zuerst von Bernd Hellingers in seinem Buch „Zweierlei Glück“ 1993 für Familienaufstellung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, verbreitete sich die Idee schnell und wurde auf andere Bereiche übertragen. Heute werden Aufstellungen nicht nur in der Esoterik, sondern auch breit in der Psychotherapie, Unternehmensberatung, Wirtschaft etc. eingesetzt. Je nach Kontext auch genannt: systemische Aufstellung, Familienaufstellungen, Organisationsaufstellung, Strukturaufstellung.
aufwachen: im esoterischen, spirituellen Kontext oft als Synonym gebraucht für: erleuchtet werden. → Erleuchtung
Außerirdischer, der: physisches Lebewesen, von dem angenommen wird, es stamme von einem anderen Planeten. Synonym: Alien. → UFO
außerkörperliche Erfahrung (AKE): englisch Out of Body Experience (OBE). Eine → außersinnliche Wahrnehmung, bei der der Betroffene sich als außerhalb seines Körpers befindend empfindet und oft seinen Körper von außen wahrnimmt. Prominente Autoren zu diesem Thema sind Robert A. Monroe, Robert Peterson und Jürgen Ziewe. Häufig synonym verwendete Begriffe: Astralreise, Astralprojektion, astrale Projektion, Bewusstseinsprojektion, außerkörperlicher Zustand, Projektionserfahrung.
außerseelisch: → Welten der Seele.
außersinnliche Wahrnehmung (ASW): eine Wahrnehmung, die über die physikalischen fünf Sinne hinausgeht und mit den gängigen physikalischen Gesetzen nicht erklärt werden kann.
Aura, die: der Energiekörper des Menschen oder ein Teil davon, den manche sensitive Menschen um den physischen Körper herum wahrnehmen können. Die Aura wird oft farbig und eiförmig beschrieben und dargestellt. Oft wird eine Verbindung zu den Energiezentren des Körpers, den → Chakras, gezogen. Einige Geistheiler behaupten, aus der Aura Rückschlüsse über Krankheiten und andere bestehende Probleme eines Menschen ziehen zu können und/oder die Aura heilend beeinflussen zu können.
Einige Esoteriker sehen die 1937 erfundene Kirlianfotografie als eine Methode der Aura-Visualisierung, was Schulphysiker natürlich bestreiten. 2025 gelang es einigen kanadischen Physikern allerdings tatsächlich nachzuweisen, dass alle Lebewesen Photonen aussenden, dass also jedes Lebewesen tatsächlich ein physikalisch messbares Lichtfeld um sich erzeugt, das sich unter Stress verändert (Salari et al. 2025). → ultraschwache Photonenemission
Siehe auch: → Heiligenschein
Aura-Soma-Therapie: von Vicky Wall in den 1980er erfundene alternative Therapie-Form, die immer noch in esoterischen Kreisen populär ist.
B
Besprechen, das: → Geistheilung. Als Verb: eine Krankheit oder einen Kranken besprechen.
Bestellen beim Universum, das: eine Methode der → Manifestation (2), die Bärbel Mohr (1998, 1999) im DACH-Raum populär gemacht hat. Demnach könne man das Gewünschte einfach mental beim Universum bestellen: Man stelle sich vor, man habe das Gewünschte bereits erreicht oder erhalten. Nach dem → Gesetz der Anziehung zieht man genau die Umstände an, die zu der inneren Einstellung/Vorstellung passen. Ein allgemeines Wohlgefühl und entspanntes Herangehen seien Voraussetzungen, sonst blockiert man den Prozess ungewollt selbst. „Die Tücke des Bestellens liegt darin, daß ich meine Bestellungen in kindlichem Vertrauen aufgeben und sie gleich wieder vergessen muß. Es liegt auf der Hand, bei wem und wann Bestellungen besonders gut funktionieren. Alles, was man in Leichtigkeit bestellt und von dem man nicht das Gefühl hat, es zu brauchen, das kommt sofort. Je vergnügter ein Mensch ist oder je argloser er mal eben eine ‚Probebestellung‘ absendet, desto schneller erfolgt die Lieferung.“ (Mohr 1999, 13) Umgekehrt können negative Gedanken und Ängste Unangenehmes anziehen: „Das, was man befürchtet, ist dann das erste, was kommt. Und je sorgenvoller man denkt, desto mehr Gründe zum Sorgen treten auf.“ (ebenda) Aber natürlich müsse man zusätzlich zur Bestellung auch selbst aktiv werden: „Es ist nicht genug, sich Chancen zu bestellen, man muß sie auch nutzen.“ (Mohr 1999, 83)
Bewusstseinsfamilie, die: ein Konzept, das Janes Roberts in ihren → Seth-Büchern präsentiert. Eine freiwillige Vereinigung von Wesen, die gemeinsame Ziele verfolgen. Vorläufer der Idee der → Seelenfamilie, wie sie etwa in der → Seelenlehre von Hasselmann/Schmolke präsentiert wird.
Vorgestellt werden die folgenden Bewusstseinsfamilien und ihre Ziele (Watkins 1980, 338 f. mit Verweis auf Jane Roberts’ Buch „Die Wirklichkeit der Psyche“):
-
„Gramada: um soziale Systeme zu formen.
-
Sumafi: um ‚Originalität‘ durch Bildung zu übermitteln.
- Tumold: um zu heilen, unabhängig von der individiduellen Beschäftigung.
- Vold: um den Status Quo umzugestalten.[339:]
- Milumet: um auf mystische Art die Psyche der Menschheit zu ernähren.
- Zuli: um als physische, athletische Modell zu dienen.
- Borledim: um durch Elternschaft einen irdischen Vorrat für die Spezies zu [sic] bereitzustellen.
- Ilda: um Ideen zu verbreiten und auszutauschen.
- Sumari: um das kulturelle, spirituelle und künstlerische Erbe der Spezies sicherzustellen.“
→ Sumari
Susan M. Watkins erinnert sich: „Am nächsten Abend jedoch, als ich mich freiwillig meldete, um die reguläre Seth-Sitzung aufzunehmen und abzutippen, damit Rob Fragen stellen konnte, begann Seth eine längere Ausführung über [die Bewusstseinsfamilie] Sumari – nicht nur als eine wichtige Entwicklung von Janes Fähigkeiten, sondern als eine psychische Allianz oder ‚Bewusstseinsfamilie‘, deren Mitglieder ‚auf allen Aktivitätsebenen[ ]... existieren und die aus gewissen, unterschiedlichen Gründen zusammenkommen; deren individuelle Neigungen in etwa gleich sind[ ]... ihr könnt dabei zum Beispiel an die Gilden im Mittelalter denken‘, sagte Seth zu Rob. ‚Es ist in anderen Worten eine selbstgewählte Mitgliedschaft, aufgrund von Anziehung und Respekt und für gewöhnlich basieren auf ähnlichen Zielen und Unternehmungen. Es sind wahrhaftige Familien[ ]... / Ihre Hauptaktivität findet auf anderen Ebenen des Bewusstseins statt. Ihr seid in gewissem Sinne im Einsatz. Ihr nehmt an Treffen teil, wenn ihr im Schlafzustand und zwischen den Leben seid. Ihr arbeitet euch gleichzeitig durch viele Schichten von Realität hindurch. Nun, es sind zum Beispiel die Leute[]... die Unbekannten, die ihr in euren Träumen seht. Ihr beeinflusst eure gegenseitigen Realitäten.‘“ (Watkins 1980, 191)
Und: „Seth sagte uns auch häufig, dass wir nach anderen Sumari Ausschau halten sollten; dass ein ein natürliches Erkennen zwischen Mitgliedern dieser ‚Bewusstseinsfamilien‘ gebe.“ (Watkins 1980, 202)
Siehe auch: → Sumari
Bibel, die: die von christlichen Kirchen kanonisierten Bücher des Alten und Neuen Testaments; „ein vom Ursprung her esoterisches Buch“ (Wehr 1989, 28). Von den kanonisierten Büchern abgegrenzt werden die → apokryphen Schriften. Synonym: Heilige Schrift. → Esoterik
Blick in die Zukunft, der: → Hellsehen.
braune Esoterik, die: → Esoterik, die rechtes oder rechtsextremes Gedankengut (wie Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus etc.) enthält. In der Regel handelt es sich bei dem Begriff um eine Fremdbezeichnung (vgl. Caberta 2010, 105). Die Schriften von Judith Z. Knight und Jan van Helsing (bürgerlicher Name: Jan Udo Holey) werden der braunen Esoterik zugerechnet (ebenda, 104). Siehe auch: → Eso-Faschismus
С
Carpenter-Effekt, der, auch ideomotorischer Effekt: vom Naturforscher William Benjamin Carpenter bereits 1853 entdeckter und später von Schulwissenschaftlern bestätigter Effekt, bei dem das Sehen oder Denken von Bewegungen diese bereits auf muskulärer Ebene vorbereitet. Der Effekt wird von Schulwissenschaftlern herangezogen, um die scheinbar überzeugenden Ergebnisse beim Pendeln, → Tischrücken, → Gläserrücken, Rutengehen (→ Wünschelrute) und ähnlichen okkulten Praktiken zu erklären.
Chassidismus, der, hebräisch chassid ‚der Fromme‘: eine auf Israel ben Elieser (1700–1760) zurückgehende Bewegung zur Popularisierung und Alltagsintegration der → Kabbala. In Deutschland hat insbesondere Martin Buber den C. bekannt gemacht. (Wehr 1989, 31)
Chakra, das, Plural: Chakras oder Chakren: nach der hinduistischen Lehre eins der sieben Energiezentren des menschlichen (Energie-)Körpers: 1. Kronen- oder Scheitelchakra, 2. Stirnchakra, 3. Hals- oder Kehlchakra, 4. Herzchakra, 5. Nabel- oder Solarplexuschakra, 6. Sakral- oder Sexualchakra, 7. Wurzelchakra.
Channeling, das: eine mediale Sitzung. → Medium.
D
Dao: → Tao
Daoismus: → Taoismus
diskarnieren: die Inkarnation beenden, sterben. Das Gegenteil von: → inkarnieren. Beispiel: „Nahm ich wirklich an, dass ein William James, eine diskarnierte Person, irgendwo an einem himmlischen Schreibtisch saß und in ein geistig hoch entwickeltes Diktiergerät – sprich: in mich – diktierte? Nein, nein, nein!“ (Roberts 1978, 17)
dissoziative Identitätsstörung (DIS), die: Begriff aus der Psychiatrie. Die Identität einer Person wechselt zwischen mehreren klar unterscheidbaren Persönlichkeiten/Persönlichkeitsanteilen. Oft sind die verschiedenen Identitäten mit Gedächtnislücken verbunden.
Drei-Zeiten-Lehre, die: auf den kalabresischen Abt Joachim von Fiore um 1190 zurückgehende Aufteilung auf drei Zeitalter: 1. die Zeit des Vaters entspricht den Ereignissen des Alten Testaments (Zeit des Gesetzes), 2. die Zeit des neuen Bundes beginnt mit der Erscheinung Christi (Zeit der Gnade), 3. die dritte Zeit bzw. das dritte Reich des Heiligen Geiste beginnt um 1260 (Zeit vollkommener Liebe und Erkenntnis, ohne dass die Menschen äußere Autoritäten benötigen). (Wehr 1989, 38)
Doppelträume, Plural: Nachtträume von zwei oder mehr Personen, die „in überraschenden Details übereinstimmen“ (Watkins 1981, 177). Als Indiz für eine → Gegenbild-Beziehung gedeutet. → Traum
Dualität, die: das Prinzip der Zweiheit. Aus Sicht vieler moderner Esoteriker ein Grundprinzip der materiellen, physischen, menschlichen Welt bzw. der menschlichen Alltags-Wahrnehmung der Welt im Gegensatz zu höheren Realitätsebenen oder höheren Bewusstseinsstufen des Menschen, die monistisch (nondual) sind. Beispiele für Gegensätze: gut vs. böse, Gott vs. Teufel, materiell vs. immateriell, richtig vs. falsch. → Monismus
E
Elusivität: Flüchtigkeit. Der Begriff wird in Bezug auf übersinnliche Phänomene verwendet, die sich in der Regel mit modernen wissenschaftlichen Methoden nicht fixieren (sich nicht filmen, fotografieren, messen) lassen. Sie sind eben elusiv. (Lucadou/Poser 1997, 39)
Energiekörper, der: der Energiekörper des Menschen, der von manchen auch als Aura wahrgenommen wird. Oft synonym verwendet: → Astralleib.
Erleuchtung: das erklärte Ziel vieler spiritueller Lehren. Je nach Deutung der Zustand größtmöglicher Erkenntnis, des größtmöglichen Glücks, des Einsseins mit dem Weltganzen.
Erlösung, die: 1. Tod, 2. Befreiung von einem Leiden. Im Buddhismus und Hinduismus gilt etwa die Befreiung von der → Reinkarnation als Erlösung (Schneider 2008, 115).
Esofaschismus, Esoextremismus, auch: Eso-Faschismus, Eso-Extremismus: zusammengesetzt aus Esoterik und Faschismus/Extremismus. Eine tatsächliche oder angenommene Verbindung zwischen esoterischen Konzepten und faschistischer/extremistischer Ideologie. Beispiel einer solchen Verbindung von Spiritualität mit der Eugenik: Aus der Idee, dass jeder selbst seine Realität und so auch seine Gesundheit und sein Wohlbefinden erschafft, wird geschlussfolgert, dass Menschen, die an einer Pandemie, einer Naturkatastrophe o. Ä. sterben, selbst daran schuld seien und es verdienten, zu sterben. Oft auch als Kampfbegriff benutzt (vgl. etwa Klein 2023, 202–244).
Esoterik: griechisch esoterikos ‚innerlich‘. In der Antike (philosophisches) Wissen, das nur wenigen Menschen (Schülern einer Philosophenschule oder auch nur einigen wenigen davon) vorbehalten war, im Gegensatz zu dem allgemeiner bekannten Wissen (der → Exoterik).
Heute oft synonym verwendet zu: okkulte, spirituelle, mystische Lehre oder Praxis. Gelegentlich aber auch noch im Sinne von: Geheimlehre. Der Begriff wird auch abwertend benutzt im Sinne von: unwissenschaftliche, unbewiesene Theorie, Spekulation.
Die Religionswissenschaftlerin Ulrike Peters umschreibt die Esoterik als „geheime, individuelle, alternative Religionsform“ (Peters 2005, 11), diese sei „geheim, innerlich und spirituell“ sowie „individuell, undogmatisch und pragmatisch“ (ebenda, 12).
Der Esoterik-Forscher Antoine Faivre nennt vier Merkmale der Esoterik (Peters 2005, 14):
- Korrespondenz: Entsprechung von Mikro- und Makrokosmos,
- Idee von belebter Natur,
- Imagination, Meditation,
- Transmutation: Veränderung durch Erkenntnis
Der christliche Theologe Gerhard Wehr spricht von einem „Weg der Persönlichkeitsreifung, der Wesenswandlung und der Öffnung zum Spirituellen hin“ (Wehr 1989, 6), den er bewusst vom „undifferenzierte[n] Sammelsurium von sensationellen Erscheinungen (etwa im parapsychologischen Bereich)“ (ebenda, 5 f.) und den „unterschiedlichsten okkulten Praktiken“ (ebenda, 6) abgrenzt.
esoterisch: Adjektiv zu → Esoterik.
Exoterik, von griechisch exo ‚außen‘: Gegenbegriff zu → Esoterik. Alles allgemein Bekannte, Profane, was eben nicht esoterisch ist. Als exoterisch könnte man die heute allgemein anerkannten Lehren der Schulmedizin und Naturwissenschaften bezeichnen. Wehr 1989, 51 versteht den Begriff als „Hinwendung an die Öffentlichkeit“ zur „Umsetzung und Fruchtbarmachung“ des esoterischen Wissens, aber auch als „Veräußerlichung und Banalisierung spiritueller Wirklichkeit“ (Wehr 1989, 51).
F
False Memory Syndrom (FMS): deutsch ‚Syndrom der falschen Erinnerung‘. Betroffene haben sehr lebhafte Erinnerungen an Ereignisse, die sich in Wirklichkeit gar nicht oder anders zugetragen haben. Gefährlich für den Betroffenen kann es sein, wenn andere an seine wahren Erinnerung nicht glauben. Gefährlich für andere kann das Syndrom werden, wenn die Erinnerungen des Betroffenen sich auf Verbrechen beziehen, die andere begangen haben sollen. Ob und in welchem Umfang dieses Phänomen wirklich existiert, darüber wird in der psychologischen Forschung noch gestritten. Das Phänomen tritt vor allem bei der umstrittenen Recovered-memory therapy (RMT) auf, bei der (vermeintliche) Erinnerungen unter Hypnose hervorgeholt werden. (Wikipedia 2026c; Wikipedia 2026b; Lucadou/Poser 1997, 106)
feinstofflich: nicht-materiell, → übersinnlich.
Fernheilung, die: Heilung, im esoterischen Kontext oft → Geistheilung, auf Entfernung. Manche Geistheiler bieten Heilungen per Videotelefonie oder anhand eines Fotos der zu heilenden Person an.
Fernwahrnehmung: englisch remote viewing. Die Fähigkeit, Personen und Ereignisse auf (räumliche und ggf. auch zeitliche) Entfernung wahrzunehmen. Ein bekannter Fernwahrnehmer (Remote Viewer) ist Joseph McMoneagle.
Fokusperson: nach Lucadou/Poser (1997, 41) der „Spukauslöser“, die Person, die den → Spuk (paranormale Effekte) auslöst. Auch „Spukagent“ genannt (Lucadou/Poser 1997, 49). Nicht immer, aber oft seien es Jugendliche. „Die Spukereignisse sind als unbewußter Notschrei zu erklären, der heißt: ‚Leute, helft mir!‘" (Lucadou/Poser 1997, 41) Und: „Es ist, als wäre der Spuk eine nach außen verlagerte psychosomatische Reaktion.“ (ebenda) Oder auch: „Träume, die in die Natur ausstrahlen“ (ebenda, 66).
Demnach sind Spukerscheinungen „Recurrent Spontaneous Psychokinesis“ (RSPK), sich wiederholende spontane Psychokinese. Es handele sich um ein psycho-physikalisches Phänomen, da sowohl psychische als auch physikalische Ursachen (oft in Kombination) möglich sind (Lucadou/Poser 1997, 43).
Zu den typischen Merkmalen von Fokuspersonen gehören psychische Labilität, geringe Frustrationstoleranz, Überanpassung und Konfliktscheu und vor allem eine Neigung zur Dissoziation (unbewusste Abspaltung von Persönlichkeitsanteilen) (Lucadou/Poser 1997, 64). Spuk-Auslöser ist in der Regel „eine extrem bedrückende Konfliktsituation und die Unmöglichkeit, die Situation mit normalen Mittel[n] lösen zu können“ (ebenda, 65).
Fülle, die: Ein verbreiteter Glaubenssatz des → positiven Denkens lautet, dass auf der Welt alles, was man sich wünschen kann, im ausreichendem Umfang vorhanden ist: Umweltressourcen, Geld, Gesundheit, Freude etc. Durch entsprechendes Denken, Fühlen und Handeln könne man alles erreichen.
Frömmigkeit, die: im heutigen Sprachgebrauch, gerade in Esoterik-Kreisen, oft eine Bezeichnung für eine naive, oberflächliche, starre Form des religiösen Glaubens (→ Religion). Vor der Mitte des 20. Jahrhunderts wird das Wort aber auch als Ersatz für das noch unbekannte Wort → Spiritualität gebraucht (vgl. Peters 2005, 10).
fromm: Adjektiv zu → Frömmigkeit. Gottesgläubig, religiös.
G
Ganzheitlichkeit, die: eine Herangehensweise, bei der der gesamte oder zumindest ein größerer Zusammenhang in den Blick genommen wird. Viele alternative Heilmethoden beanspruchen die Eigenschaft für sich in Abgrenzung zu der als einseitig empfundenen Schulmedizin. Während die Schulmedizin nur den Körper oder gar einzelne Körperteile betrachtet, berücksichtigen viele alternative Heilmethoden auch die Psyche, den Geist und die Seele.
Einige Autoren nehmen an, dass „das ganzheitliche Grundkonzept der Esoterik“ (Peters 2005, 7) überhaupt ein konstitutives (wesensbestimmendes) Merkmal derselben ist.
Gedankenübertragung, die: → Telepathie.
Geheimnis, das: ein zentrales Motiv vieler → religiöser und → esoterischer Bewegungen zur Schaffung einer eigenen Identität, zur Abgrenzung von anderen Glaubenssystemen und auch zum Schutz von Nichteingeweihten vor Praktiken, die als gefährlich angesehen werden.
Gleichzeitig besteht ein wichtiger Glaubenssatz der → Spiritualität und → Esoterik darin, dass alles mit allem und alle mit allen verbunden sind und dass es somit per Definition keine echten Geheimnisse geben kann. „Echte Geheimnisse, die an ein bestimmtes Erlebnis gebunden sind oder an eine zu erringende Erkenntnis, schützen sich selbst. Sie werden nicht allein schon dadurch profanisiert, daß man sich Zugang zu den Wortlauten verschafft, – sei es ein philosophischer Text, eine komplizierte technische Zeichnung oder ein Ritualtext. Entscheidend ist, daß man die dafür nötige Ausbildung durchläuft, oder – in der Esoterik – den jeweils angemessenen inneren Weg geht.“ (Wehr 1989, 21)
Gehirnwäsche, die: „Bei den Feinden nennt man es Gehirnwäsche, bei den Freunden Erziehung.“ (Schneider 2008, 52)
Gegenbild, das: bei → Seth/Jane Roberts (Watkins 1981, 159–180) ein Konzept der seelischen Verwandtschaft von Menschen (oder Lebenswesen allgemein?), wobei die Verwandtschaft unterschiedlich stark sein kann bzw. unterschiedlich stark wahrgenommen werden kann. Die Wahrnehmung kann sich verändern und je nach Bewusstseinsstufe alle Menschen umfassen: „es gibt im tieferen Sinne keine Fremden auf dem Angesicht der Erde“ (Watkins 1981, 171). Die Gegenbilder arbeiten oft an ähnlichen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei können die Gegenbilder zu unterschiedlichen Zeiten und/oder an unterschiedlichen Orten leben und sich physisch niemals begegnen. Eine Möglichkeit, sich einer Gegenbildbeziehung bewusst zu werden, sind → Doppelträume. → Reinkarnation ist demnach eine allgemein verständlichere Umschreibung der Gegenbild-Beziehung. Die Gegenbilder sind demnach das, was sonst oft als Reinkarnations-Selbst (Plural) bezeichnet wird.
geistig: zum Geist oder Intellekt gehörend. Oft auch als Synonym für nicht-physisch, außersinnlich.
geistige Welt: je nach Kontext entweder die intellektuelle, psychische oder → außersinnliche Welt.
Geistheiler, der: jemand, der eine → Geistheilung vornimmt. Synonyme: Gesundbeter, Besprecher.
Geistheilung, die: → Wunderheilung, eine Heilung, die mit → okkulten, geistigen Methoden erfolgt. Synonyme: → Wunderheilung, Gesundbeten, Besprechen
Geistliche Führung, die: „Geistliche, Führung, Führung in der Kraft des Geistes, Geleit auf dem inneren Weg, ist in des Wortes engerem Sinn als eine zeitlich begrenzte Hilfestellung eines erfahrenen Meister zu verstehen. Sie wird in dem Moment problematisch, wo der oder die Geführte von dem Führenden abhängig wird und auf ihn fixiert bleibt, statt sich von ihm in dem Augenblick zu lösen, in dem die Wegweisung erfolgt oder eine Krisensituation bestanden ist.“ (Wehr 1989, 58)
Geistkirche, die: die Idee „einer die Enge und die Zwänge der Konfessionen überschreitenden Ökumene des Geistes“ (Wehr 1989, 58). Diese G. ist frei von Autoritarismus, wird allein durch die Liebe, Freiheit und spirituelle Reife getragen. Die Idee geht auf Joachim von Fiore zurück und wird später von Daniil Andrejew in seiner „Rose der Welt“ zu der Idee einer spirituellen Weltregierung weiterentwickelt.
Gesetz der Anziehung, auch Gesetz der Resonanz oder Resonanzprinzip, das: ein universelles Gesetz, wonach Gleiches Gleiches anzieht. Unser innerer Zustand wird demnach exakt von unserem äußeren Zustand gespiegelt. Durch Änderung der inneren Haltung lässt sich auch die Realität im Außen verändern. Bei der Kommunikation spiegeln sich jeweils der Empfänger und der Sender.
Gesundbeten, das: → Geistheilung. Verb: jemanden gesundbeten.
Gläserrücken, das: eine spiritistische, → okkulte Praktik zur Kontaktaufnahme mit Geistern und mit Verstorbenen. Die Teilnehmer sitzen im Kreis an einem Tisch, legen die Hände auf ein umgedrehtes Glas und rufen Geister oder Verstorbene an. Das Glas liegt auf einer Vorlage mit dem aufgezeichneten Alphabet. Die Botschaft der Geister ergibt sich aus den Wörtern und Sätzen, die sich aus den Buchstaben ergeben, zu dem das Glas wandert. Die Schulwissenschaft erklärt die Glasbewegungen durch (unwillkürliche) Muskelbewegungen der Teilnehmer. → Spiritismus
H
Hagiografie, die: die Biografie eines Heiligen oder die Lehre vom Schreiben von Heiligengeschichten. Meist im religiösen Kontext, manchmal metaphorisch übertragen auf die Biografien von → Geistheilern und anderen Personen mit → außersinnlichen Fähigkeiten.
Halluzination: Sinnestäuschung, eine Sinneswahrnehmung ohne Entsprechung in der physischen Welt. Halluzinationen können sich auf alle fünf Sinne beziehen (Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken) und auch synästhetisch sein (also mehrere Sinne verbindend und vermischend). In der Regel spricht man dann von Halluzinationen, wenn man das Wahrgenommene für reine Einbildung oder Täuschung hält. Wenn man dem Wahrgenommenen einen gewissen Wahrheitsgehalt außerhalb der Psyche des Wahrnehmenden zugesteht, spricht man eher von → außersinnlichen Wahrnehmungen.
Handlesen, das: das →Wahrsagen oder Deuten der Persönlichkeit auf Grundlage der Handform und/oder der Handlinien.
Hellfühlen, das: die Fähigkeit zur → außersinnlichen Wahrnehmung, etwa zum → Hellsehen oder zur → Telepathie. Adjektiv: hellfühlig.
Hellsehen, das: die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen, manchmal auch im wörtlichen Sinne: die Zukunft zu sehen. Synonyme: Blick in die Zukunft, Wahrsagerei. Adjektiv: hellseherisch.
Heiler, der: jemand, der jemanden heilt oder jemandem hilft, sich selbst zu heilen. Im esoterischen Kontext handelt es sich um Heiler, die mit übersinnlichen oder alternativmedizinischen Mitteln heilen.
Heiligenschein, der: Leuchten um den Körper oder nur den Kopf eines Heiligen oder einer anderen (als mächtig empfundenen oder dargestellten) Person, oft in darstellender Kunst. Synonyme: Nimbus, Gloriole. Siehe auch: → Aura
hier und jetzt: ein wichtiges spirituelles, esoterisches Schlagwort. Die Erinnerung daran, den Fokus auf den aktuellen Moment zu legen, um das Leben voll zu genießen und entspannter zu sein. Prominente Vertreter dieses Gedankens sind Ram Dass mit seinem Buch „Be here now“ von 1971 und Eckart Tolle mit „The Power of Now“ von 1997.
Holismus, der: → Ganzheitlichkeit.
holotropes Atmen, das: eine vom Psychiater Stanislav Grof und Christa Grof als Ersatz der vorher von ihm praktizierten LSD-Therapie entwickelte Technik, um verborgene unbewusste Inhalte der Psyche ans Tageslicht zu bringen und Traumata (etwa das Geburtstrauma) zu verarbeiten. Wesentliche Elemente der Technik sind das bewusste Hyperventilieren und das anschließende Aufarbeiten des Erlebten mit einem Begleiter. Siehe auch: → Rebirthing
I
induzierte multiple Persönlichkeitsstörung (IMPD): Begriff aus der Psychiatrie. Eine → multiple Persönlichkeitsstörung, die durch okkulte Psychotechniken absichtlich oder unabsichtlich verursacht wird. Vom Psychiater Richard Henneberg 1919 auch als „mediumistische Psychose“ bezeichnet. (Lucadou/Poser 1997, 124)
Inkarnation: 1. das (Wieder-)Geborenwerden, 2. der Glaube daran, dass die menschliche Seele mehrmals in Menschengestalt auf der Erde geboren (inkarniert) wird.
inkarnieren: (wieder) geboren werden.
Imaginary Playmate: deutsch ‚imaginärer Spielkamerad‘. Ein Spielkamerad, den nur ein bestimmtes Kind wahrnehmen kann und niemand sonst (Lucadou/Poser 1997, 111). Je nach Deutung entweder eine → Halluzination oder Form → außersinnlicher Wahrnehmung.
J
K
Kabbala, die: die mystische Richtung des Judentums. → Mystik
Kausalwelt, auch kausale Welt oder kausale Ebene, die: die nicht-physische Realitätsebene, die schon sehr weit von der physischen, materiellen Welt unseres Alltagsbewusstseins entfernt ist (noch weiter etwa als die → Astralwelt). In der Kausalwelt halten sich Menschenseelen auf, die ihren Inkarnationsweg abgeschlossen haben. Nach der → Seelenlehre von Varda Hasselmann und Frank Schmolke verbinden sich die Seelen in der Kausalwelt zu größeren Seelenverbünden (→ Seelenfamilien). Nach Sri Yogananda befinden sich sich auch schlafende Menschen in den traumlosen Schlafphasen auf der kausalen Ebene, haben aber nach dem Aufwachen keinerlei bewusste Erinnerungen daran.
Kausalwesen, das: ein Wesen, das sich in der → Kausalwelt aufhält, etwa menschliche Seelen, die ihren Inkarnationszyklus abgeschlossen haben, oder (nach Sri Yogananda) Menschen während der traumlosen Schlafphase. „Eine kausale Quelle ist stets in der einen oder anderen form ein geistiger Lehrer. Kausale Lehrer haben keine Persönlichkeit mehr, lediglich eine erkennbare Identität.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 29)
Klartraum, auch luzider Traum: ein Traum, in dem der Träumende weiß, dass er träumt. In der Regel sind solche Träume besonders intensiv und lebendig und lassen sich bewusst von dem Träumenden steuern. Synonym: „in Träumen ‚wach werden‘“ (Watkins 1980, 335). Viel über dieses Thema schreibt Stephen LaBerge.
Konspiritualität: englisch conspirituality, aus conspiracy für ‚Verschwörung‘ und spirituality für ‚Spiritualität‘. Eine Verbindung von Verschwörungsgedankengut und New-Age-Spiritualität. Der Begriff tauchte zuerst 2009 als Bezeichnung einer Rap-Gruppe aus Vancouver auf. Später wurde er in einem analytischen Aufsatz von Ward/Voss 2011 aufgegriffen und durch den gleichnamigen Podcast von Derek Beres, Matthew Remski und Julian Walker im englischsprachigen Raum popularisiert (Klein 2023, 215).
Kraftplatz oder Kraftort, der: ein Ort, den ein Mensch besonders stark mag und der ihm Kraft verleiht.
Krankheit, die: In esoterischen und spirituellen Kreisen ist die Vorstellung verbreitet, dass die meisten oder gar alle Krankheiten psychosomatisch, also psychisch, geistig oder seelisch bedingt sind und damit auch auf psychischem, geistigem oder seelischem Weg geheilt werden können (→ Geistheilung). Gleichzeitig gibt es (Verschwörungs-)Theorien, die physikalische Gründe für Krankheiten überbetonen oder gar erfinden (wie etwa bei den Chemtrails).
L
luzid: luzider Traum → Klartraum.
Lebensenergie, die: die alles durchdringende Energie, die die Welt und speziell den Menschen am Leben hält. Die Vorstellung ist sehr alt und Teil vieler überlieferter religiöser Traditionen. Im Hinduismus nennt man diese Energie → Prana, im alten China Chi, in Japan Ki.
Levitation, die: das Schweben oder Fliegen von Gegenständen oder Lebewesen ohne physikalische Hilfsmittel.
levitieren: Verb zu → Levitation.
Lichtnahrung, die: die Fähigkeit, ohne physische Nahrung und ohne Trinken auszukommen. Stattdessen könne man sich allein von geistiger Energie (→ Prana oder eben Lichtnahrung) ernähren. Wissenschaftlich ist diese Möglichkeit bisher nicht belegt. Im Gegenteil, es sind Todesfälle dokumentiert, die im Zusammenhang mit dieser Theorie stehen. Eine bekannte Verfechterin der Lichtnahrung ist die Australierin Ellen Greve, bekannt unter ihrem Pseudonym Jasmuheen. Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen und Beobachtungen anderer legen nahe, dass auch sie physische Nahrung zu sich nehmen muss.
Lichtfasten, das: vollständiger oder teilweiser Verzicht auf physische Nahrung und gegebenenfalls auch die Flüssigkeitszufuhr, mit der Idee, sich mit Hilfe der → Lichtnahrung am Leben zu erhalten.
M
Mainstream-Esoterik, die: die populärsten, verbreitetsten Lehren und Methoden der Esoterik als Gegenstand ihrer systematischen Erforschung und Beschreibung (etwa aus religionswissenschaftlicher Sicht wie bei Peters 2005, 8). Gelegentlich auch abwertend als Synonym für: → Pop-Esoterik.
Magie, die: eine → übersinnliche Kraft oder der Akt der Ausübung dieser Kraft.
magisch: Adjektiv zu → Magie.
Manifestation, die: 1. allgemein das Erschaffen der materiellen Welt mit Gedanken- und Willenskraft durch die Menschen und andere (Lebe-)Wesen. 2. Speziell das bewusste Materialisieren von konkreten Resultaten, die Erfüllung von Wünschen und Erreichen von Zielen mit unterschiedlichen Manifestationstechniken: Führen von Wunschjournalen, Visualisieren, Meditieren etc. Im deutschsprachigen Raum hat insbesondere Bärbel Mohr das Konzept mit ihren Büchern „Bestellungen beim Universum“ (1998) und „Der kosmische Bestellservice“ (1999/2016) populär gemacht. 3. Die Kunst, aus den zahlreichen möglichen Realitäten bewusst diejenige auszuwählen, die am besten zum eigenen Plan passt.
manifestieren: Verb zu → Manifestation.
medial: Adjektiv zu → Medium. Zur → außersinnlichen Wahrnehmung fähig. Synonym: mediumistisch.
Medium, das: ein Mensch mit übersinnlichen Fähigkeiten, der für andere nicht unmittelbar wahrnehmbare Botschaften empfängt und in eine für die Empfänger verständliche Form bringt. Je nach Weltbild und Ziel können die Botschaften von Geistern, Verstorbenen, Außerirdischen, Wesenheiten aus anderen Realitätsebenen stammen. Viele moderne Esoteriker gehen davon aus, dass jeder Mensch mediale Fähigkeiten besitzt. Mediale Botschaften sind als solche demnach nicht immer erkennbar: Sie kommen oft in Form von Träumen, Ideen, Bildern, Inspirationen, Gefühlen, scheinbaren Zufällen (→ Synchronizität).
Medien, die sich als solche verstehen, versetzen sich meist für den Empfang und die Weitergabe der außersinnlichen Botschaften in den Zustand der → Trance und haben dafür oft verschiedene Rituale: Meditationen, Musik, Bewegungen, Körperpositionen usw. Solche medialen Rituale werden oft als → Séancen, Channelings, Readings oder schlicht Sitzungen bezeichnet.
Wie bei jeder anderen Art der Kommunikation müssen sich der Empfänger, das Medium und der Sender aufeinander abstimmen: „Mediale Übermittlung basiert grundsätzlich auf einem Resonanzprinzip. Die Energien des Mediums, der Informationsquelle und des Fragestellers müssen zusammenpassen und sich aufeinander einstellen.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 16)
Medien können oft Botschaften sowohl für konkrete Personen empfangen als auch für ein größeres Publikum. So gibt es inzwischen eine breite medial vermittelte Literatur. Die Autoren schreiben entweder selbst oder diktieren. Prominente mediale Autoren (auch Schreibmedien genannt) sind etwa:
- Rudolf Steiner („Helmuth von Moltke“),
- Edgar Cayce (kein Quellen-Name genannt),
- Jane Roberts („Seth“),
- Helen Schucman („Jesus Christus“),
- Judith Z. Knight („Ramtha“),
- Neale Donald Walsh („Gott“),
- Varda Hasselmann („die Quelle“).
In Klammern werden die Quellen der medial empfangenen Botschaften angegeben, wie sie von den jeweiligen Autoren genannt werden. Der Autor Richard Bach berichtet, seine spirituelle Bestseller-Erzählung „Die Möwe Jonathan“ (1970) ebenfalls medial empfangen zu haben.
mediumistisch: Adjektiv zu → Medium. Zur → außersinnlichen Wahrnehmung fähig. Synonym: medial.
Mensch, der: Es gibt unterschiedliche esoterische und spirituelle Modelle des Menschseins. Nach Hasselmann/Schmolke besteht der → inkarnierte Mensch aus vier Komponenten:
- Körper: Der Körper ist die physische Komponente, die die Schulwissenschaften erforschen. (Hasselmann/Schmolke 2001, 32)
- Psyche: „Die Psyche wird von der Quelle als ein nichtmaterielles Organ des Körpers definiert, vergleichbar dem Verdauungsapparat. Der Darm verarbeitet Nahrung, entsprechend verarbeitet die Psyche Ängste. Je gesünder die Psyche ist, umso besser kann sie Ängste verarbeiten. Eine kranke Psyche bedarf der Hilfe von Psychotherapeuten. Die Psyche stirbt mit dem Körper und formiert sich in jedem Leben neu.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 33)
- Geist: Vermittlungsinstanz zwischen persönlichen, kollektivem und kosmischen Bewusstsein, kann seine Frequenz und seinen Fokus damit verändern (Hasselmann/Schmolke 2001, 33).
- Seele: die übergeordnete Komponente des Menschseins. „Die Seele ist der Kern unserer Identität.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 33) Sie überlebt den Körper und den ganzen Inkarnationsweg des Menschen (Hasselmann/Schmolke 2001, 33), ja sie plant beides, bevor sie überhaupt inkarniert.
Motive und Gründe für die Beschäftigung mit Esoterik: Die Esoterik-Krikerin Ursula Caberta beschreibt es so: „Gründe für einen Einstieg in esoterische Organisationen und für den sich immer weiter entwickelnden Markt mit all seinen ideologischen Facetten gibt es einige. Als Beispiele seien genannt: Orientierungslosigkeit, Angst vor sozialer Verantwortung, Selbstzweifel bis hin zu mangelndem oder fehlendem Selbstbewusstsein. Manchmal reichen allerdings schon die Langeweile im als eintönig wahrgenommenen Alltag sowie das Bedürfnis nach irgendeiner Art von Veränderung im Leben.“ (Caberta 2010, 11)
Einen weiteren Grund sieht die Autorin darin, dass es bis heute keine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche in Deutschland gebe, sodass auch etwa die Auseinandersetzung mit → Sekten in Kirchenhand läge. Diese hätten aber einen blinden Fleck insbesondere in Richtung christlich-fundamentalistischer Überzeugungen. Die christlichen Kirchen fussten zudem selbst auf im eigentlichen Sinne → esoterischen religiösen Dogmen wie etwa einem eigenen Rechtssystem und dem absoluten Wahrheitsanspruch, der historisch betrachtet immer wieder mit Gewalt verteidigt wird (vgl. Caberta 2010, 11 f., 28 f., 31).
Monismus, der: Prinzip der Einheit, Einssein. Im Gegensatz etwa zur menschlichen → Dualität wird Gott oder höheren Ebene oft die Eigenschaft des Einsseins zugeschrieben, bei dem alle Widersprüche aufgehoben sind.
multiple Persönlichkeitsstörung (MPD): inzwischen veralteter Begriff aus der Psychiatrie. Eine durch ein Trauma verursachte Aufspaltung einer Persönlichkeit in mehrere Teilpersönlichkeiten, die sich im Bewusstsein des Betroffenen abwechseln und oft als innere Stimmen oder als Besessenheit wahrgenommen werden (Lucadou/Poser 1997, 124). In der modernen Psychiatrie spricht man von der → dissoziativen Identitätsstörung (DIS), die unter Umständen von weiteren psychotischen Störungen wie Schizophrenie begleitet wird.
Mystik, die: Form der Religiosität oder Spiritualität, die den Zustand des Einsseins anstrebt: je nach Auffassung mit Gott, dem Kosmos, dem Allganzen etc. Innerhalb etablierter Religionen gibt es mystische Richtungen: im Christentum die christliche Mystik, etwa vertreten durch Meister Eckhart, im Islam der Sufismus, im Judentum die Kabbala, im Buddhismus der Zen. Die Methoden, das Ziel zu erreichen, sind je nach zugrunde gelegter Lehre/Praxis unterschiedlich: Meditation, Askese etc.
mystisch: Adjektiv zu → Mystik. Geheimnisvoll, unerklärlich, übersinnlich.
N
Nimbus, der: → Heiligenschein
Numerologie, die: der Glaube an die → mystische Kraft der Zahlen.
O
okkult: von lateinisch occultus für ‚verdeckt, verborgen‘ bzw. occulere für ‚verdecken, verbergen‘. Übersinnlich.
Okkultismus: der Glaube ans Okkulte oder das Praktizieren von Okkultem (→ okkult), der Glaube an Magie.
Orgonenergie, die: die von Wilhelm Reich postulierte →Lebensenergie. Diese lasse sich mit einem von Reich konstruierten Gerät (Orgonakkumulator) verstärken.
Ouija-Brett, das: ein spiritistisches Verfahren, um Kontakt mit Geistern und/oder Verstorbenen herzustellen. Auf dem Brett ist das Alphabet und gegebenenfalls weitere Zeichen oder Wörter wie „ja“ und „nein“ abgebildet. Die Teilnehmer legen ihre Hände auf einen Zeiger, der auf dem Brett liegt. Aus den Bewegungen des Zeigers setzt sich die Botschaft der Geister/Verstorbener zusammen. → Spiritismus
Out of Body Experience (OBE): → außerkörperliche Erfahrung.
P
paranormal: über das Normale hinausgehend, übersinnlich, übernatürlich.
Parapsychologie: die Richtung der Naturwissenschaft und der Psychologie, die mit wissenschaftlichen Methoden Phänomene und Erfahrungen zu erforschen versucht, die mit dem aktuellen wissenschaftlichen Weltbild unvereinbar sind oder zu sein scheinen. Viele Wissenschaftler erkennen Parapsychologen nicht als seriöse Forscher an.
Wikipedia 2026a setzt den Beginn der Parapsychologie mit der Gründung des Ghost Club in England (1862) an. Zu den frühen prominenten Parapsychologen gehören William F. Barrett, Frederic W. H. Myers und George John Romanes in England, die 1882 die Society for Psychical Research (SPR) in London ins Leben rufen. In den USA ist es der Philosoph Willam James, der die American Society for Psychical Research (ASPR) gründet. In Deutschland starten Albert Freiherr von Schrenck-Notzing und Carl du Prel 1886 die Psychologische Gesellschaft in München.
Zu den bekanntesten Parapsychologen der neueren Zeit gehören in den USA Charles Tart und Dean Radin, in Deutschland Hans Bender und Walter von Lucadou.
Parawissenschaft, die: aus schulwissenschaftlicher Sicht die Gebiete der Wissenschaft, die mit den aktuell etablierten Modellen der jeweiligen Wissenschaft unvereinbar sind und/oder darüber hinausgehen. Es handelt sich um den Versuch der Abgrenzung zwischen etablierter, anerkannter Wissenschaft und den (noch oder nicht mehr) anerkannten Methoden und Konzepten einer Wissenschaft. Eine abwertende Formulierung ist: Pseudowissenschaft. Vgl. aber: → Parapsychologie
Placebo, das: ein Scheinmedikament oder eine Scheinbehandlung, die nach dem aktuellen Stand der Schulwissenschaft keinen pharmakologischen, medizinischen o. Ä. Heileffekt haben kann.
Placebo-Effekt, der: die Beobachtung, dass auch Scheinmedikamente (→ Placebos) eine wissenschaftlich messbare positive Wirkung auf den Behandelnden haben können. Vermutet werden psychosomatische Ursachen wie Suggestion. Die Wissenschaftler erklären die Wirksamkeit vieler → alternativer Behandlungsmethoden und der → Geistheilung mit diesem Effekt. Statt diesen positiven Effekt (und meistens das Fehlen negativer Nebenwirkungen) anzuerkennen, wird oft der Placebo-Effekt als Argument gegen das angewendete Mittel oder Verfahren angeführt. Dabei gibt belegen wissenschaftliche Studien, dass Placebos bis zu 70 % der Wirkung pharmakologischer Medikamente erreichen, ohne die oft gravierenden Nebenwirkungen pharmazeutischer Medikamente (Schneider 2008, 106). Die meisten chirurgischen Eingriffe sind überhaupt nicht Placebo-getestet (Schneider 2008, 107).
Pop-Esoterik, die: ein oft abwertender Begriff für eine Form der → Esoterik, die als populistisch, oberflächlich und als auf das Massenpublikum ausgerichtet empfunden wird. Dahinter steht die ursprüngliche Idee, dass Esoterik etwas für einen kleinen Kreis Eingeweihter ist oder sein sollte.
positives Denken, das: eine bedeutende Richtung der Esoterik. Unsere Gedanken erschaffen demnach unsere Realität. Positive Gedanken erschafften positive Realität. Prominente Autoren zu dem Thema sind unter anderem: Dale Carnegie, Joseph Murphy, Antony Robbins, Erhard F. Freitag, Louise Hay und andere.
Präkognition: → Hellsehen.
Pragmatismus, der: eine philosophische Strömung, die nicht den ontologischen Wahrheitsgehalt, sondern den praktischen Nutzen eines Phänomens in der Mittelpunkt stellt. So heißt es etwa in Lucadou/Poser 1997, 70: „Die beste Frage, die man sich stellen kann, ist: Was könnte das alles bedeuten? Das erst erweitert den Horizont.“ So können etwa scheinbar unerklärliche → Spuk-Phänomene einen ganz klaren psychologischen Nutzen für die → Fokusperson haben.
Über unterschiedliche Bewusstseinszustände könnte man etwa so urteilen: „Philosophisch gesehen ist es jedoch müßig darüber nachzudenken, wie viel Realität wir den verschiedenen Welten zugestehen, die wir aus unseren verschiedenen Bewusstseinszuständen heraus wahrnehmen. Die unideologischere, pragmatischere Herangehensweise ist die, das Weltmodell zu bevorzugen, das imstande ist, die meisten Phänomene zu erklären, und das ist auch die Vorgehensweise der Wissenschaft.“ (Schneider 2008, 12)
Prana, die: im Hinduismus die Lebensenergie, die alles durchströmt und auch den Menschen nährt. Einige Esoterikerin gehen so weit zu behaupten, man könne sich allein von Prana ernähren. Siehe → Lichtnahrung.
Pseudowissenschaft, die: eine Lehre oder Theorie, von der (meist abwertend) gesagt wird, dass sie sich einen wissenschaftlichen Anschein gebe, die wissenschaftlichen Kriterien aber nicht erfülle. So werden etwa Theorien zur Klimawandel-Leugnung, alternative Heilmethoden wie Homöopathie oder Typenlehren wie Astrologie als Pseudowissenschaften bezeichnet.
Psychokinese: → Telekinese.
Psychokult: eine sektenartige Gruppierung okkulter Art, die versucht, die Mitglieder abhängig zu machen und im negativen Sinne zu manipulieren.
Psychomotorischer Automatismus, der: Bewegungsablauf, der so stark automatisiert wurde, dass er nicht mehr bewusst kontrolliert werden muss oder kann, etwa Gehen, Autofahren, Atmen. Dieser Mechanismus wird von Parapsychologen als Erklärung für manche übersinnlichen Phänomene benutzt, etwa dafür, das das → Gläserrücken und andere spiritistischen Techniken sinnvolle Antworten ergeben können. Auf diese Weisen können unbewusste Informationen, Wünsche und auch Aggressionen ans Tageslicht kommen und die Beteiligten überraschen oder gar erschrecken (vgl. Lucadou/Poser 1997, 138 mit Verweis auf den Parapsychologen Rudolf Tischner).
Q
Quelle, die: 1. oft als Synonym für Gott verwendet, 2. in den Büchern von Varda Hasselmann und Frank Schmolke Bezeichnung für eine „transpersonale Instanz“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 14), eine → Seelenfamilie, die die Autoren mit Informationen zur Seelenlehre versorgt: „Eine komplexe Lehre von der Seele wird uns seit vielen Jahren auf medialem Weg von einer Wesenheit aus der kausalen Bewusstseinswelt übermittelt, die wir einfach die Quelle nennen. Sie hat keinen Eigennamen, denn es handelt sich bei dieser Wesenheit nicht um eine Person oder eine verstorbene Persönlichkeit, sondern um ein energetisches Netzwerk von zusammengehörenden Einzelseelen. Die Quelle ist eine Seelenfamilie,[10:] bestehend aus mehr als tausend Seelengeschwistern, die ihre insgesamt rund hunderttausend körperlichen Existenzen auf dem Planeten Erde verbracht haben.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 9 f.). Ziel der Botschaften ist es, den Menschen „Liebe und Erkenntnis gleichzeitig“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 21) in den Menschen zu fördern.
„Die Quelle hat jedoch keinen Charakter, keine persönlichen Gefühle, keine vom Ego diktierten Reaktionen. Diese nicht-[26:]menschliche Art kann uns als menschliche Vermittler manchmal ärgern, verwirren oder nervös machen. Aber es hilft nichts: ‚Die da oben‘ sind immer gleich liebevoll, kühl, anteilnehmend, verständnisvoll, überpersönlich.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 2f f.) Die Quelle kennt auch keine Angst. (ebenda, 25)
R
Rationalität, die: der logisch denkende Verstand, der oft als Argument gegen die Existenz paranormaler Phänomene angeführt wird. Dabei haben die paranormalen Phänomene oft ihre eigene innere psycho-physikalische Logik und Rationalität, die erst bei einer gründlichen Analyse deutlich wird. „Eine genauere Betrachtung ‚okkulter‘ Glaubenssysteme zeigt nämlich recht bald, daß diese keineswegs weniger rational sind als die naturwissenschaftlich geprägte Weltsicht. Sie sind lediglich weniger erfolgreich für den einzelnen Menschen. (Aber selbst hier wären Zweifel angebracht, wenn man bedenkt, daß historisch gesehen naive animistische Kulturen über sehr lange Zeiträume hinweg auf dieser Erde erfolgreich im Einklang mit der Natur gelebt haben, wohingegen die Beherrschung der Natur durch unsere naturwissesncahftlich-technische Zivilisation möglicherweise nur noch von kurzer Dauer sein könnte.)“ (Lucadou/Poser 1997, 149) → okkult
Raum der Stille, der: ein Ort für Meditation, Erholung und Stille. Immer mehr Organisationen wie Schulen, Universitäten, Behörden, Unternehmen bieten einen solchen Raum an (vgl. Stenzel 2017).
Reaktanz: Begriff aus der Psychologie. Trotzreaktion. Zum Beispiel der Widerstand gegen zu aggressive Versuche, jemanden von seinen okkulten, esoterischen Praktiken, einem → Psychokult oder einer Sekte abzubringen.
Rebirthing, das, englisch für ‚Wiedergeboren-Werden‘. Eine in den 1960er Jahren von Leonard Orr entwickelte Technik des pausenlosen Atmens (Hyperventilierens) zur Selbsterkenntnis, unter anderem zum Wiedererleben der eigenen Geburt. Siehe auch: → holotropes Atmen
Reinkarnation: 1. erneutes Inkarnieren, 2. Glaube an die → Inkarnation.
reinkarnieren: wieder geboren werden. → inkarnieren
Religion, die: mehrere lateinische Ursprünge sind möglich: 1. religere ‚eine kultische Pflicht erfüllen‘, 2 relegere ‚sorgfältig beachten‘, 3. religari ‚verbunden sein‘ (Peters 2005, 9).
Ein mehr oder weniger verfestigtes Konstrukt aus weltanschaulichen und spirituellen Glaubenssätzen, das von anerkannten Autoritäten vorgegeben wird und sich von anderen Glaubenskonzepten bewusst absetzt. Solche Autoritäten können sein: Religionsstifter, Priester, Kirchenvorsteher, Papst o. Ä. Die nach der Zahl der Anhänger populärsten Religionen sind heute: Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Sikhismus, Judentum. Auch die Schulwissenschaft und der Atheismus können religiöse Formen annehmen, gerade wenn sie mit autoritären Mitteln aufgezwungen oder verteidigt werden.
In Religionswissenschaften gibt es mehrere Definitionsansätze (Peters 2005, 9 f.).: 1. substanziell: Religion sei demnach der Glaube an höhere Wesen und das damit verbundene Handeln, 2. funktional: Religion als stabilisierender Gesellschaftsfaktor, 3. psychologisch: Religion zur Sinnstiftung und Krisenbewältig, 4. „äußere Glaubenssystem einer organisierten Gemeinschaft“ (ebenda, 10).
Religiosität, die: im 18. Jahrhundert aufgekommener Begriff, der sich auf die individuellen, subjektiven, innerlichen Aspekte der → Religion bezieht (Peters 2005, 10).
Reliquie, die: im Katholizismus, im orthodoxen Christentum, im Buddhismus und in einigen anderen Religionen (Schneider 2008, 11) echte oder vermeintliche Überbleibsel von Heiligen, die aufbewahrt und verehrt werden. Außerhalb der Religionen haben → Amulette eine ähnliche Funktion.
Remote Viewing, das: → Fernwahrnehmung.
Resonanz, die: → Gesetz der Anziehung.
Rutengehen, das: → Wünschelrute.
S
Schlaftrance, die: ein → Trance-Zustand, bei dem sich das → Medium in einem schlafähnlichen Zustand befindet und seine Umgebung nicht oder kaum wahrnimmt. In einem solchen Zustand arbeitet das Medium Edgar Cayce.
Schreibmedium, das: ein → Medium, das die auf okkultem Weg erhaltenen Botschaften niederschreibt oder zur Niederschrift diktiert.
Séance, die. Eine okkulte, spiritistische Sitzung, bei der mehrere Menschen versuchen, Kontakt mit Geistern aufzunehmen und/oder etwas anderes Paranormales zu erleben. → Spiritismus
Seelenalter, das: Varda Hasselmann und Frank Schmolke unterscheiden in ihren Büchern fünf Alter der Seele: 1. Säugling-Seele, 2. Kind-Seele, 3. Junge Seele, 4. Reife Seele, 5. Alte Seele. Jedem Seelenalter entspricht eine bestimmte religiöse Weltanschauung: 1. Animismus, 2. Polytheismus, 3. Monotheismus, 4. und 5. individuellere, von eigener Erfahrung geleitete Spiritualität ohne feste Anbindung an eine Religion (Hasselmann/Schmolke 2001, 9 f.). → Seelenlehre → Religion
Seelenfamilie, die: mehrere zusammengehörige Seelen. Das Konzept der Seelenfamilie wurde besonders von Hasselmann/Schmolke 2001 wiederbelebt und ausgebaut. Vorläufer war zum Beispiel die von Jane Roberts präsentierte Idee der → Bewusstseinsfamilie.
Seelenlehre, die: 1. allgemein jede Lehre über die Seele(n), 2. konkret die von Varda Hasselmann und Frank Schmolke in ihren Büchern vorgestellte Seelenlehre.
Seher, der: → Hellseher oder allgemein eine Person, die zur → außersinnlichen Wahrnehmung fähig ist.
Sekte, die: ursprünglich im kirchlichen Kontext: eine Gruppe von Gläubigen mit einer als ketzerisch empfundenen Abweichung von der offiziellen Lehre in ihrer religiösen Praxis oder in ihrem Glauben. Von den Kirchen wurden und werden die Sekten entsprechend je nach Epoche unterschiedlich stark verfolgt, bekämpft oder zumindest stark kritisiert.
Inzwischen wird der Begriff laut Duden abwertend auf jede „kleinere Gemeinschaft, die in meist radikaler, einseitiger Weise bestimmte Ideologien oder religionsähnliche Grundsätze vertritt, die nicht den ethischen Grundwerten der Gesellschaft entsprechen“, angewendet. Entscheidend dabei ist allerdings, dass die Gemeinsachft als gefährlich eingestuft wird, entweder für den Einzelnen oder für die Öffentlichkeit (Caberta 2010, 17).
Selbstheilung, die: die Heilung des Menschen oder des Körpers aus eigener Kraft. Die meisten alternativen Heilmethoden gehen davon aus, dass der Mensch bzw. sein Körper sich selbst heilen kann.
Spiritismus: der Glaube an Geister (etwa Verstorbener) und an die Möglichkeit, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Zu den spiritistischen Praktiken zählen unter anderem: → Tischrücken, → Gläserrücken, → Ouija-Brett, automatisches Schreiben, Pendeln, Tarotkarten.
Spiritualität, die: von lateinisch spiritualis ‚geistlich‘. Auf persönliches Erleben ausgerichtete Form der → Religiosität. Der Begriff etabliert sich in Deutschland in der Mitte des 20. Jahrhunderts und ersetzt die älteren Begriffe → Frömmigkeit und „geistiges Leben“ (Peters 2005, 10).
spirituell: Adjektiv zu → Spiritualität.
Spontanheilung, die: eine Heilung, die unmittelbar, sofort, ohne zeitlichen Verzug erfolgt. → Wunderheilung
Spuk: Erscheinungen, Geschehnisse, Geräusche oder andere Wahrnehmungen, die die Betroffenen nicht mit natürlichen, physikalischen Ursachen erklären können. Oft werden solche Erlebnisse als beängstigend oder in einer anderen Weise als störend empfunden. Spukphänomene können oft unterbunden oder verhindert werden, in dem man eine Videokamera aufstellt und einschaltet. Der Parapsychologe Walter von Lucadou unterscheidet vier „Phasen des Spuks“ (Lucadou/Poser 1997, 49 f.):
- Überraschungsphase: Es passieren unerklärliche Dinge, die betroffene Person (→ Fokusperson) ist alarmiert und alarmiert andere.
- Verschiebungsphase: Immer mehr externe Beobachter werden hinzugezogen. Die Erscheinungen verändern/verschieben sich unvorhersehbar, sind nicht-reliabel (nicht verläßlich) und elusiv (nicht fassbar).
- Absinkungsphase: Der angesammelte Erwartungsdruck verhindert immer stärker weitere Erscheinungen. Die Beobachter ziehen sich immer mehr enttäuscht zurück.
- Verdrängungsphase: Die gemachten Erfahrungen werden verleugnet oder umgedeutet. Die → Fokusperson und ggf. andere Beteiligte werden als Betrüger entlarvt oder ihnen wird Betrug unterstellt. Besonders wenn kein (bewusster) Betrug vorliegt, werden die Betroffenen damit „ein zweites Mal bestraft“ (Lucadou/Poser 1997, 50).
Sucht, die: Kritiker der Esoterik-Szene warnen, „dass psychische Abhängigkeiten von einer Person oder einem Gegenstand schneller entstehen können, als man es sich zu träumen wagt“ (Caberta 2010, 145). Die Rede ist vom „spirituellen Suchtverhalten“ (Caberta 2010, 79). Die Folgen könnten wie bei anderen Süchten vielfältig sein: Bruch mit dem Partner, Auseinanderbrechen der Familie, Verlust des Arbeitsplatzes, versäumte dringend notwendige medizinische Behandlungen, finanzieller Ruin, Selbstmord (ebenda). „Ähnlich wie bei Drogenkonsum kann es vermeintlich harmlos beginnen und die Abhängigkeit zu einer Person, dem Leiter einer Gruppe, dem Medium oder den erfahrenen Ergebnissen für das eigene Leben sich langsam entwickeln.“ (Caberta 2010, 178 f.)
Lass dich bei derartigen Problemen unbedingt rechtzeitig von unabhängigen Experten beraten. Die Links findest du am Ende dieses Lexikons.
Sumari:
1. Plural: eine seelische → „Bewusstseins-Familie“, ein Zusammenschluss von Seelen, zu dem das → Medium Jane Roberts und einige weitere Menschen aus ihrem Umkreis gehören (vgl. Watkins 2001, 298; Watkins 1980, 188–206).
Am Beispiel Sumari wird deutlich, dass unterschiedliche Bewusstseinsfamilien unterschiedliche Ziele verfolgen: „Seth fuhr fort, die Sumari-‚Familie‘ zu beschreiben, ihre ‚starke psychische Allianz und[ ]... die Gewandtheit, mit der sich die Mitglieder zwischen den verschiedenen Systemen betätigen können, bewusst, zielgerichtet und mit einem gewissen Überschwang. Sie haben zum Beispiel viel lieber Ideen und Gedanken als sich den verschiedenen Camouflagerealitäten der Systeme zu widmen[ ]... Viele andere Gruppen beschäftigen sich nämlich ausschließlich mit der Camouflagerealität zwischen den Systemen, mit ihrem Aufbau und ihrem Unterhalt. Die Sumari lösen die Geburt von Systemen aus. Sie transportieren ständig Kommunikationen zwischen System und sie beschäftigen sich mit der Einf+ührung und Kommunikation von Ideen.‘“ (Watkins 1980, 191)
Vergleiche das Konzept der → Seelenfamilie.
2. das: „Nichtsprache“ (Watkins 1980, 193), in der die Sumari (1) kommunizieren und in der Jane Roberts Lieder singt und schreibt.
Synchronizität: Bezeichnung von Carl Gustav Jung für Ereignisse, die physisch-kausal nicht miteinander verbunden sind, die aber als inhaltlich miteinander verbunden und als mehr als zufällig empfunden werden. Ein Beispiel sei die → Astrologie (Wehr 1989, 23 f.).
T
Talisman, der; Plural: Talismane. Ein Glücksbringer, ein Gegenstand, der einem Glück bringt oder bringen soll. Synonym: Maskottchen. Siehe auch: → Amulett → Reliquie
Tao, das: das → Absolute im → Taoismus, der Grund allen Seins. Auch genannt: Dao.
Taoismus, der: die mystische Richtung der chinesischen Philosophie. Als Begründer gilt Laotse (auch Laozi geschrieben) mit seinem klassischen Werk „Tao-te-king“ (andere Schreibweise: „Daudedsching“) gilt (von Sinologen datiert auf das 4. Jh. v. Chr. oder davor). Auch genannt: Daoismus.
Telekinese, die: das Bewegen von materiellen Gegenständen durch Gedankenkraft. Synonym: Psychokinese.
Telepathie, die: das Wahrnehmen der Gedanken, Gefühle oder Sinneswahrnehmungen anderer oder das Übermitteln der eigenen Gedanken, Gefühle und Sinneswahrnehmungen mit Gedankenkraft. Synonym: Gedankenübertragung.
Tischrücken, das: Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA entstandene und schnell in Europa ebenfalls populär gewordene → okkulte Praktik. Mehrere Personen setzen sich während der → Séance an einen (meist runden) Tisch und legen ihre Hände auf die Tischplatte, sodass sich die Hände berühren. Anschließend werden Geister angerufen: abstrakt oder konkret bekannte Verstorbene. Diese melden sich durch Klopfzeichen oder Tischbewegungen. Die Schulwissenschaft erklärt die wahrgenommenen Tischbewegungen und Geräusche durch (unbewusste) Muskelbewegungen der Teilnehmer. Laut Wikipedia 2026d war eine ähnliche Praktik auch schon in der römischen und griechischen Antike und in anderen Kulturen bekannt. → Spiritismus
Trance, die: ein Zustand entrückten Bewusstseins, der sich von dem alltäglichen Bewusstseinszustand unterscheidet. In einen solchen Zustand kann man sich etwa zur Entspannung während einer → Meditation versetzen oder als → Medium zum Empfang und Übermittlung übersinnlicher Botschaften. Man unterscheidet mehrere Trance-Arten: → Wachtrance vs. → Schlaftrance, tiefe und leichte Trance etc. Synonym: Zustand der Entrückung.
transpersonal: über das Persönliche, über das Individuum, den Einzelmenschen hinausgehend. Siehe auch: → transpersonale Psychologie
transpersonale Psychologie, die: eine Verbindung aus der Tiefenpsychologie (der Psychoanalyse und den daraus entstandenen psychologischen Richtungen, insbesondere der humanistischen Psychologie) sowie → Parapsychologie und → Esoterik. Die t. P. erforscht Bewusstseinszustände, die sich von dem normalen Wachbewusstsein unterscheiden: unter anderem → außersinnliche Wahrnehmungen, → Trance-Zustände, Nahtoderfahrungen und ähnliche Grenzerfahrungen. Tiefenpsychologische Vordenker sind unter anderem Carl Gustav Jung (Analytische Psychologie), Fritz Perls (Gestalttherapie), Viktor Frankl (Logotherapie), C. R. Rogers, Wilhelm Reich, K. Horney, E. Fromm, O. Rank, A. Maslow, A. J. Sutich, Stanislaw Grof, J. Fadman. (Wehr 1989, 140) „Die geistige Fundierung und Orientierung der einzelnen Forscher ist naturgemäß sehr unterschiedlich. Und doch gibt es eine Gemeinsamkeit. Sie besteht darin, die andere, die lange ausgesparte transzendente bzw. spirituelle Dimension mit gleicher Selbstverständlichkeit einzubeziehen, mit der einst S. Freund die Suxualität ernst nahm.“ (Wehr 1989, 141)
transzendent: über eine Grenze hinausführend. Oft als Synonym für → übersinnlich, nicht-materiell, → sprituell.
Traum, der: „Ein Traum verhält sich zur Wirklichkeit wie der Bauplan zum gebauten Haus.“ (Lucadou/Poser 1997, 88) → Klartraum
Typenlehre, die: ein Modell, nach dem Menschen in unterschiedliche Kategorien (Typen) mit klar abgrenzbaren Eigenschaften eingeteilt werden können. Sowohl die Schulwissenschaften als auch die Religionen und esoterischen Lehren sind reich an Typenlehren, die immer wieder erfunden und wieder verworfen werden.
- Beispiele aus der Antike:
- Vier-Elementen-Lehre, überliefert von Empedokles (5. Jh. v. Chr.) – Einteilung in die Kategorien Feuer, Luft, Wasser, Erde.
- Körpersäfte-Lehre nach Hippokrates (5./4. Jh. v. Chr.: Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, Wasser. Im 2. Jh. n. Chr. greift Galen das Konzept auf und entwickelt es zu seiner Temperamentlehre weiter.
- Beispiele aus der modernen Schulmedizin:
- Blutgruppen,
- Hauttypen,
- die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD).
- Beispiele aus der Psychologie:
- Big Five,
- Myers-Briggs-Typindikator, basierend auf dem Modell von Carl Gustav Jung,
- DISG.
- Spirituelle/esoterische Beispiele:
- Sternzeichen/Astrologie,
- Enneagramn,
- Seelenlehre nach Varda Hasselmann und Frank Schmolke.
U
übersinnlich: → okkult.
UAP, das: von englisch Unidentified Aerial Phenomena oder Unidentified Anomalous Phenomena, deutsch ‚unidentifizierbare Luftphänomene‘ oder ‚unidentifizierbare anomale Phänomene‘. Ein in der modernen Wissenschaft und → Parapsychologie benutzter Begriff, der den zu eng gefassten und stigmatisierten Begriff → UFO ersetzen soll. Als UAP wird erst einmal neutral alles (in der Luft) bezeichnet, was nicht auf Anhieb mit schulwissenschaftlichen Mitteln erklärt werden kann, was also → anomal wirkt. In Deutschland erforscht etwa Hakan Kayal UAPs, Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die wissenschaftliche Erforschung von UAPs bekommt 2021 einen Schub durch die Veröffentlichung eines Berichts des amerikanischen Geheimdienstes (DNI 2021), in dem es heißt, Ufos gebe es tatsächlich und man wisse in vielen Fällen nicht, was es sei (Terra X Lesch & Co 2025, 6:03). Charakteristisch für UAPs ist ein ungewöhnliches Flugverhalten (schnelle Beschleunigungen, schnelles Abbremsen, Zickzack-Fliegen, Sich-Aufteilen und -Zusammenführen) (Terra X Lesch & Co 2025, 7:16). Mögliche wissenschaftliche Erklärungen für UAPs könnten sein: 1. geheime Technologien, 2. bisher unbekannte Naturphänomene, 3. außerirdischer Ursprung (Terra X Lesch & Co 2025, 16:38).
UFO, auch Ufo, das: unidentifizierbares Flugobjekt. Aus dem Englischen: unidentified flying object. Ursprünglich (in den 1950er Jahren in den USA) ein neutraler Begriff für jede Art unerklärliches Phänomen, das in der Luft beobachtet wird. In Esoterik-Kreisen schon bald als Beweis für die Existenz → Außerirdischer gedeutet. Eine andere Deutung: Es handele sich um Signale von einem „zukünftigen Selbst“ der wahrnehmenden Person (Watkins 1980, 170). Synonym: fliegende Untertasse. Die moderne Wissenschaft und Parapsychologie benutzt inzwischen eher den Begriff → UAP.
ultraschwache Photonenemission, die: engl. ultra-weak photon emission (UPE): Die schulmedizinisch nachgewiesene (vgl. Salari et al. 2025) Eigenschaft von Lebewesen, kleinste Mengen Photonen (Lichtteilchen) auszusenden. Vermutet wird, dass die Photonenemission eine Begleiterscheinung des Stoffwechsels ist. Auch Schulwissenschaftler sprechen inzwischen von einer → Aura bei Lebewesen.
Umsatz, der: Die Themen → Esoterik, → Spiritualität und → Parapsychologie sind heute ein großer Wirtschaftsfaktor. Wie groß genau der Umsatz der Branche ist, wird bisher nicht offiziell erhoben. Die größten Posten dürften sein: 1. alternative Heilmethoden und -mittel, 2. Seminare und individuelle Beratungen, 4. Werbeeinnahmen im Internet, 4. Bücher, Zeitschriften und andere Medien, 4. Zubehör wie Tarotkarten, Talismane, Heilsteine etc. Die von einer Esoterik-Kritikerin genannte Zahl von 20 Milliarden Jahresumsatz in Deutschland (Caberta 2010, 34) wird leider nicht belegt. Die Autorin verweist allgemein auf Schätzungen in den Medien – etwa so, wie Esoteriker gerne als Quelle für ihre Informationen auf Jesus verweisen.
unio mystica, die (ohne Plural), lateinisch für ‚mystische Vereinigung‘: die Vereinigung mit dem → Absoluten als höchstes Ziel in der → Mystik.
V
veränderter Bewusstseinszustand, der: ein Zustand des → Bewusstseins, der sich vom alltäglichen Bewusstseinszustand der meisten Menschen unterscheidet. Es kann sich um einen Meditationszustand, eine Trance, den hypnagogischen Zustand vor dem Einschlafen handeln oder um einen Zustand, der mit mit psychotropen (bewusstseinsverändernden) Subtanzen oder anderen Techniken wie holotropes Atmen erreicht wird.
W
Wachtrance, die: ein → Trance-Zustand, bei dem das → Medium bei wachem Bewusstsein ist und seine Umgebung wahrnimmt. Varda Hasselmann beschreibt ihren Trance-Zustand mit diesem Begriff. Es handele sich bei ihr um „ein überwaches, entgrenztes Bewusstsein, das das Alltags- oder Tagesbewusstsein weitgehend außer Funktion setzt, es aber nicht völlig abschaltet“ (vgl. Hasselmann/Schmolke 2001, 15). Für die Wachtrance sei eine „bewusste Ich-Abpaltung“ (ebenda) nötig. Die Augen sind geschlossen, der Stoffwechsel verlangsame sich, der Blutdruck sinke. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, das Gedächtnis seien stark reduziert
Bei Jane Roberts geht die Wachtrance weiter: Sie geht im Zimmer umher, isst, trinkt Alkohol und raucht im Trancezustand (Hasselmann/Schmolke 2001, 15).
Wahrheitsgehalt, der: der W. esoterischer Erlebnisse und Literatur ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Susan W. Watkins, Biografin des Mediums Jane Roberts, beantwortet die Frage so: „Ich hatte nie großes Interesse daran, Janes Werk oder ihre Motive zu ‚beweisen‘, genauso wenig wie ich das zum Beispiel bei Ray Bradburys Werk [Science-Fiction-Autor] tun würde (vielleicht mag man ja Bradburys Einstellung nicht, aber ich bezweifle, dass man ihn beschuldigen würde, die Geschichten zu fälschen). Nochmals: Entweder faszinieren einen die Ideen oder eben nicht. Janes einzigartige Kombination von intuitiver Beweglichkeit und gesundem Menschenverstand entzündet entweder etwas in einem oder eben nicht – genau wie jedes andere Kunstwerk.“ (Watkins 2001, 215)
Wahrsagerei, die: → Hellsehen.
wahrsagen: Verb zu → Wahrsagerei.
Wahrtraum, der: hellseherischer, präkognitiver (Schlaf-)Traum; ein (Schlaf-)Traum, der in Erfüllung geht. → Hellsehen
Waldbaden, das: von japanisch shinrin-yoku, wörtlich in der ‚Atmosphäre des Waldes baden‘. Das Spazieren im Wald mit dem Ziel, damit seine Gesundheit zu fördern. Ursprünglich handelt es sich um eine 1982 von Tomohide Akiyama, dem Leiter der japanischen Forstverwaltung, entwickelte Marketing-Kampagne, um mehr Menschen mit dem Wald vertraut zu machen und ihn so besser schützen zu können. Parallel werden wissenschaftliche Studien durchgeführt, die den positiven Gesundheitseffekt tatsächlich bestätigen. Ein bekannter Forscher auf dem Gebiet ist Qing Li (Arends 2021, 13; Wikimedia 2026f).
Waldmedizin, die: die Richtung der Schulmedizin, die die → Waldtherapie erforscht und weiterentwickelt.
Waldtherapie, die: der Einsatz des → Waldbadens zu Therapiezwecken.
Warnung, die: Warnungen vor Esoterik, Spiritualität, Parapsychologie, Sekten kommen oftmals von Vertretern etablierter Religionen, Schulwissenschaften und staatlicher Institutionen. Oft stammen sie zudem von Esoterikern und spirituellen Gurus selbst, die vor anderen Esoterikern und spirituellen Gurus bzw. deren Ansichten warnen. Manche Esoteriker plädieren „für eine aufgeklärte Mystik“ (Schneider 2008, 6), bei der das kritische Denken und der gesunde Menschenverstand weiterhin eingeschaltet bleiben.
Welten der Seelen: eine Bezeichnung von Varda Hasselmann und Frank Schmolke für die Ebenen, auf denen eine menschliche Seele existiert. Daher auch „seelische Existenzformen“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 35) genannt. Hasselmann/Schmolke unterscheiden drei Welten der Seele: 1. physische Welt, in der gerade geborene (inkarnierte) Menschen sich aufhalten (zumindest im alltäglichen Wachzustand), 2. astrale Welt (in der Verstorbene nach dem Tod und vor der erneuten Inkarnation sich aufhalten, 3. kausale Welt (Aufenthaltsort der Seelen, die ihren Inkarnationsweg abgeschlossen haben). (Hasselmann/Schmolke 2001, 11, 25). Es gebe auch außerseelische Welten: „Die außerseelischen Welten sind so unendlich und überwältigend, dass selbst die → Quelle sie nur in Teilen erahnen kann und darüber kaum Angaben macht, weil sie ihnen nicht angehört.“ (Hasselmann/Schmolke 2001, 11, 35).
Wesenheitsname, der: drückt das „Gesamtselbst einer Person“ aus und schließt alle vergangenen und zukünftigen Einzelpersonen/→ Inkarnationen ein (Watkins 1980, 203). Jane Roberts’ W. lautet demnach „Ruburt“, der ihres Ehemannes und Co-Autors ihrer →Seth-Bücher Robert F. Butts: „Joseph“ (Watkins 1980, 203). Synonym: Seelenname, geistiger Name, spiritueller Name.
Wunderheilung, die: eine Heilung, die als ein Wunder, als außergewöhnlich empfunden wird. Oft werden → Spontanheilungen oder Heilungen von als unheilbar geltenden Krankheiten als Wunderheilungen bezeichnet. Es kann sich um eine → Selbstheilung oder eine Heilung durch Vermittlung eines → Heilers handeln.
Wunderheiler, der: jemand, der eine → Wunderheilung vollbringt.
Wünschelrute, die: [Text noch in Arbeit]
X
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Y
Yin und Yang: im → Taoismus die beiden entgegengesetzten und gleichzeitig sich ergänzenden kosmischen Kräfte, die zusammen → Tao ergeben. Yin bezeichnet die bezeichnet die beschattete Seite des Berges. Es steht für das Dunkle, Weibliche, Empfangende, Weiche, Mondhafte, Schwarze und für das Wasser. Yang bezeichnet die besonnte Seite des Berges und steht für das Aktive, Männliche, Schöpferische, Helle, Harte, Sonnenhafte, Rote und für das Feuer. (Wehr 1989, 151)
Z
Zen, das: die in China entstandene und in Japan weiterentwickelte mystische Richtung des Buddhismus. → Mystik
Zellbewusstsein, das: die Vorstellung, dass nicht nur Lebewesen als Ganzes ein Bewusstsein besitzen, sondern auch einzelne Zellen. Eine Vertreterin dieser Ansicht ist etwa Jane Roberts.
Quellen
In Klammern steht jeweils das Jahr der Erstveröffentlichung (bei Übersetzungen: des Originals) und, mit Schrägstrich getrennt, das Jahr der hier benutzten Ausgabe.
- Arends, Isabel (2021): Baummedizin. Die heilende Kraft der Waldöle. Crotona, Amerang
- Beres, Derek/Remski, Matthew/Walker, Julian (ab 2020): Conspirituality Podcast. URL: https://www.conspirituality.net/ (Zugriff am 24.08.2026)
- Caberta, Ursula (2010): Schwarzbuch Esoterik. Gütersloher Verlagshaus, München
- Cornelsen Verlag GmbH (Hrsg.) (ohne Jahr): Sekte. URL: https://www.duden.de/rechtschreibung/Sekte (Zugriff am 30.08.2026)
- DNI (OFFICE OF THE DIRECTOR OF NATIONAL INTELLIGENCE) (2021): Preliminary Assessment: Unidentified Aerial Phenomena. 25 June 2021. URL: https://archive.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/Prelimary-Assessment-UAP-20210625.pdf (Zugriff am 29.09.2026)
- Hasselmann, Varda/Schmolke, Frank (2001): Die Seelenfamilie. Sinn und Struktur seelischer Beziehungen. Durchsagen aus der kausalen Welt IV. Goldmann, München
- Henneberg, Richard Max Wilhelm (1919): Mediumistische Psychosen. In: Berliner Klinische Wochenschrift 87, 873–875 (zitiert nach Lucadou/Poser 1997, 124/158)
- Klein, Naomi (2023/2025): Doppelgänger. Eine Analyse unserer gestörten Gegenwart. Aus dem Englischen von Peter Robert und Rita Seuß. S. Fischer, Frankfurt am Main
- Lucadou, Walter von/Poser, Manfred (1997): Geister sind auch nur Menschen. Was steckt hinter okkulten Erlebnissen? Ein Aufklärungsbuch. Herder, Freiburg im Breisgau
- Mohr, Bärbel (1999): Der kosmische Bestellservice. Eine Anleitung zur Reaktivierung von Wundern. Omega, Düsseldorf
- Mohr, Bärbel (1998/2016): Bestellungen beim Universum. Ein Handbuch zur Wunscherfüllung. 2. Aufl. Omega, Düsseldorf
- Peters, Ulrike (2005): Schnellkurs Esoterik. DuMont Literatur und Kunst, Köln
- Roberts, Jane (1978/2024); Die Weltsicht von William James. Das Nachtodjournal eines amerikanischen Philosophen. Mit einer Einführung von Seth. Aus dem Amerikanischen von Maurizio Vogrig. Seth-Verlag, Auenstein
- Salari, Vahid et al. (2025): Imaging Ultraweak Photon Emission from Living and Dead Mice and from Plants under Stress. Journal of Physical Chemistry Letters (2025) 16 (17): 4354–4362. URL: https://pubs.acs.org/jpclcd/article-abstract/16/17/4354/3742938/Imaging-Ultraweak-Photon-Emission-from-Living-and (Zugriff am 29.08.2026)
- Schneider, Wolf (2008): Kleines Lexikon esoterischer Irrtümer. Von Astrologie bis Zen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh [um den ersten Irrtum vorwegzunehmen: Der Autor ist der 1952 geborene Schreib- und Kommunikationscoach, nicht der gleichnamige 1925 geborene allseits bekannte Journalisten-Ausbilder und „Deutsch-Papst“]
- Stenzel, Janina (Interviewte) (2017): Ruheraum in der Schule: Interview mit Janina Stenzel. Geführt von Julia Tiernan, 2017. Online veröffentlicht in: Unker, Evgenij (Hrsg.) (ohne Jahr): https://www.denkpuls.de/raum-der-stille (Zugriff am 29.08.2026)
- Terra X Lesch & Co (Hrsg.) (2025): Sollten wir UFO-Forschung (endlich) ernst nehmen? | Hakan Kayal | Harald Lesch | Terra X Lesch & Co. URL: https://www.youtube.com/watch?v=60LcSKZjzXY (veröffentlicht am 12.11.2025, Zugriff am 29.08.2026)
- Ward, Charlotte/Voss, David (2011): The Emergence of Conspirituality. In: Journal of Contemporary Religion 26, Nr. 1 (2011), S. 103–121 (zitiert nach: Klein 2023, 215/464)
- Watkins, Susan M. (2001/2004): Apropos Jane Roberts. Erinnerungen einer Freundin. Aus dem Amerikanischen von Ursula Lang und Maurizio Vogrig. Seth-Verlag, Auenstein
- Watkins, Susan M. (1981/2012): Im Dialog mit Seth. Die Geschichte von Jane Roberts’ ASW-Klasse. Band 2. Aus dem Amerikanischen von Ursula Lang und Maurizio Vogrig. Seth-Verlag, Sempach
- Watkins, Susan M. (1980/2011): Im Dialog mit Seth. Die Geschichte von Jane Roberts’ ASW-Klasse. Band 1. Mit einer Einleitung von Jane Roberts. Aus dem Amerikanischen von Ursula Lang und Maurizio Vogrig. Seth-Verlag, Sempach
- Wehr, Gerhard (1989): Wörterbuch der Esoterik. Zugänge zum spirituellen Wissen von A–Z. Herder, Freiburg im Breisgau (Herder Taschenbuch 1600)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026a): Parapsychologie. Stand 06.08.2026. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Parapsychologie (Zugriff am 24.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026b): Recovered-memory therapy. Stand 10.07.2026. URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Recovered-memory_therapy (Zugriff am 25.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026c): False memory syndrome. Stand 29.05.2026. URL: https://en.wikipedia.org/wiki/False_memory_syndrome (Zugriff am 25.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026d): Tischrücken. Stand 05.08.2026. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Tischr%C3%BCcken (Zugriff am 25.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026e): Ouija. Stand 06.08.2026. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Ouija (Zugriff am 25.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2026f): Waldbaden. Stand 13.02.2026. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldbaden (Zugriff am 25.08.2026)
- Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.) (2025): Telekinese. Stand 25.04.2025. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Telekinese (Zugriff am 25.08.2026)
Weiterführende Links
- Parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg im Breisgau – Ansprechpartner bei (überfordernden) Erfahrungen spiritueller Art und weitere Infos zur Parapsychologie:
https://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/ - Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) in Roßdorf bei Darmstadt
https://www.gwup.org/
Evgenij Unker
24.08.2025, aktualisiert am 02.09.2026
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